Montag, 15. April 2013

Lentikularkarten – Vielseitige Kommunikatoren

Die Botschaft am Messestand einfach und prägnant zu kommunizieren ist eine Herausforderung. Der Besucher soll sich auch nach dem Aufenthalt am Messestand noch an die Botschaft erinnern können. Auf der Suche nach kreativen Möglichkeiten bin ich auf ein interessantes Medium gestossen: Die Lentikularkarte. 

Was ist eine Lentikularkarte 

Eine Lentikularkarte hat die Eigenschaft, mehrere Botschaften auf einer Karte zu vereinen. Je nach Winkel, in der die Karte betrachtet wird erscheint, nun die eine oder andere Botschaft. Ermöglicht wird dies durch eine Schicht von optischen Mikrolinsen, die das Licht unterschiedlich brechen. Durch das „Wackeln“ mit der Karte entsteht der Eindruck die Karte sei animiert. Der Effekt regt zum spielerischen Wiederholen an, die Botschaft wird intensiv wahrgenommen.
Es gibt mittlerweile diverse Möglichkeiten für die Realisierung einer Lentikularkarte. Von der simplen Darstellung zweier Bilder, bis hin zu komplexen 3D Karten und Bewegungsabläufen.

Einige Beispiele und Musterfilme finden Sie unter den folgenden Links:
http://www.youtube.com/watch?v=HLQRpSRhOo0
http://www.youtube.com/watch?v=6vKxS2KQ_70
http://www.youtube.com/watch?v=b0P-EpVUBaM

Vorteile 

- Mehrere Botschaften in einer Karte möglich
- Spielerische Vermittlung der Botschaft
- Keine langen Texte als Erklärung notwendig
- Preislich vertretbar
- Kann auch für Mailings hervorragend eingesetzt werden

Kosten

Die Kosten richten sich natürlich nach Qualität und Komplexität einer Lösung. Für eine Lösung mit zwei Wechselbildern kann man zwischen CHF 1.20 – CHF 2.00 pro Karte kalkulieren. Ich habe mich für die billigste Variante als Testprojekt entschieden. Das Resultat war gut.

Sonstige Einsatzmöglichkeiten

Lentikulare werden auch in diversen anderen Formen eingesetzt. Bekannte Beispiele sind unter anderem DVD Hüllen (Filmindustrie) oder auch Poster in Passantenzonen (http://www.youtube.com/watch?v=Jrd1dLc-M-U). Durchaus denkbar wäre auch ein Einsatz an Messewänden.

Spezielles bei der Produktion 

Achtung: Wir erhielten zu Beginn ein Produktionsmuster als „Gut zur Ausführung“. Die Qualität entsprach nicht unseren Anforderungen. Der Grund war, dass das Produktionsmuster nur den Effekt der Karte darstellte. Die Druckqualität wurde bei der effektiven Produktion einiges besser. Beim Muster wurde Tintenstrahl gedruckt, die Endproduktion mit Offset fabriziert.

Fazit

In der Kombination mit einem Wettbewerb ist dieses Medium sehr interessant. Durch den spielerischen Effekt bleibt die Botschaft beim Empfänger länger erhalten als mit einer normalen Wettbewerbskarte. Ich nutze diese Möglichkeit für unsere Messen und Direktmailings. Die Feedbacks und die Rücklaufquote sind gut.

Gabor Koppanyi
Marketing Manager


Montag, 25. Februar 2013

Video in Print – Die etwas andere Messeeinladung



Die klassischen Messeinladungen haben eine immer tiefere Rücklaufquote. Kreativität und neue Wege sind gefragt. Geht man diese nicht, läuft man Gefahr das wertvolle Marketingbudget zu verpuffen, ohne die Zielgruppe auf den Stand zu leiten.
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten für Messeinladungen bin ich erneut auf die sogenannte „Video in Print“ Technologie aufmerksam geworden.

Was ist Video in Print
Wie der Name bereits aussagt vereint Video in Print zwei Medien: das Druckmedium in der Kombination von Videobotschaften auf einem kleinen, integrierten Bildschirm. Die Botschaft wird beim Öffnen der Karte automatisch abgespielt. Die Aufmerksamkeit des Empfängers ist vorprogrammiert. Dies Funktioniert in etwa wie bei aufklappbaren Geburtstagskarten mit Musik.

Einige Beispiele und Musterfilme finden Sie unter den folgenden Links:

Vorteile
-       Wow-Effekt beim Empfänger
-       Erinnerungseffekt
-       Abspielen von Videos gleich nach dem Öffnen der Karte
-       Musikoption
-       Mehrere Videos in einer Karte möglich
-       Es gibt bereits unterschiedliche Bildschirmgrössen und Möglichkeiten der Implementierung

Spezielles beim Versand
Bei internationalen Versänden kann es zu Problemen kommen, da Technologieträger kritisch begutachtet werden. Dies sollte vorab für die Zielländer abgeklärt werden.

Kosten
Die Kosten variieren natürlich nach Karte und Ausführung. Für das Muster aus dem ersten, oben aufgelisteten YouTube Film kann man aber mit ca. CHF 50 – 60.- bei einer Auflage ab 50 Stück rechnen (von 3 potenziellen Lieferanten bestätigt).

Fazit
Die Einladung ist zwar teuer, die Chance, einen bleibenden Eindruck beim Empfänger zu hinterlassen aber viel höher.
Der Messestand macht bekanntlich ca. 30% des Messeerfolges aus, wieso nicht einen Teil des Budgets umlagern und in die intensivere Vorarbeit investieren? Personalisierung ist bei Einladungen gefragt, oder beeindruckt Sie noch die dritte, fünfte oder zehnte vom Aufbau her gleiche Messeeinladung?


Gabor Koppanyi
Marketing Manager

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Mobile Marketing und die Einsatzmöglichkeiten für Messen



Das Handy hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum persönlichen Assistenten, dem sogenannten PDA (Personal Digital Assistent), gewandelt.
Aus dem Alltag ist es kaum mehr wegzudenken und begleitet uns beinahe Tag und Nacht.
Zeit einen kurzen Blick auf die Möglichkeiten für das Messemarketing zu werfen.

Studie der Nutzerzahlen
Eine aktuelle Studie aus den USA, der jährliche „Nielsen Social Media Report“ (http://blog.nielsen.com/nielsenwire/social/2012/), zeigt klar den Anstieg des  anhaltenden Mobile Device Trends an. Nicht nur die Anzahl der Logins ins Internet über Mobile Devices ist gestiegen, sondern auch die Nutzungszeit.

Einige Ideen und technische Anregungen
Es gibt unterschiedliche Ansätze für das Mobile Marketing. Besonders im B2B Bereich sind diese kritisch zu hinterfragen, müssen aber nicht zwingend nutzlos sein. Wie immer gilt: der Nutzen für den Kunden muss im Vordergrund stehen. Einige technologische Möglichkeiten als Gedankenanstoss für den Messeeinsatz werden später noch aufgeführt.

Permission Marketing
Bei den meisten der unten aufgeführten Ideen (exkl. SMS / MMS) redet man vom sogenannten Permission Marketing. Der Interessent bestätigt aktiv via Knopfdruck, dass er die Information erhalten will.

Bluetooth (eigene Erfahrungen)
Eignet sich für kabellose Kurzdistanzübertragungen bis ca. 10m.
Wir haben selbst bereits eine Bluetooth Box als Sender auf dem Messestand eingesetzt.
Funktioniert relativ einfach. Sobald der Empfänger Bluetooth aktiviert hat und in die Sendereichweite eintritt, wird er eingeladen, sich zu identifizieren und erhält dann einen spezifischen, von uns definierten Content in Form von Daten, Bildern oder Videos.
Diese sogenannten Bluetooth Säulen können im Messestand auch getarnt werden. Nehmen wir an, wir haben mehrere auf dem Stand platzierten Produkte, so kann über einen dieser  Hotspots (Sendepunkte) gezielt die Botschaft auf den Interessenten kommuniziert werden.
Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Verbindung bei vielen Nutzern massiv an Geschwindigkeit einbüsst und instabil werden kann.

NFC (Near Field Communication)
Funktioniert über eine kurze Distanz, ca. 3-5cm.
Könnte für das Ticketing oder eine Art Zugangskontrolle interessant sein.
Die NFC Technologie im Handy wird immer mehr als Zahlungsmittel eingesetzt. Hier noch ein interessanter Artikel der NZZ.

QR Codes (Quick Response Code)
Vermutlich haben die meisten von Ihnen QR Codes bereits eingesetzt. Der Response ist gut. Es können direkt und ohne „grosse“ zusätzliche Technologien (bis auf eine Interpretationssoftware, die bald sowieso Handy Standard sein wird) bspw. Internetlinks übertragen werden. Einziger Wehrmutstropfen sind die optisch entstellenden Quadrate, die im Messedesign integriert werden müssen.

Apps (Mobile Apps für iOS oder Android)
Hier scheinen die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt. Nebst spezifischen Messe- und Produkte Apps, sowie Gewinnspielen, sind sicher auch Location Based Services interessant. Diese können als Navigationsdienste (wo ist unser Messestand auf der Messe?) oder Trackingdienste (wo ist der Verkäufer, wo der Interessent?) eingesetzt werden. Nehmen wir das App „Foursquare“ als Idee, wäre das einchecken in unseren Messestand (Bestätigen, dass man auf dem Messestand ist und so evtl. Bekannte findet) sicher auch interessant.

SMS / MMS
Wieso nicht auch während der Messelaufzeit auf einfachste Art via SMS, oder MMS die Besucher mit aktuellen Text- oder Bildinformationen versorgen.
Der grosse Vorteil ist folgender. Hat man bereits die Handy Nummer des Empfängers, muss man sich nicht mit zusätzlichen Technologien auseinandersetzen. Zu beachten ist, dass der Interessent zuerst über diesen Service informiert werden sollte. Nach seiner Zustimmung kann er diese Informationen während der Messe erhalten. Eine Deaktivierungsfunktion (Abo abbestellen) sollte jederzeit gewährleistet sein um den Interessenten nicht zu verärgern.


Buchtip
Das Buch „Mobile Marketing für Messen“ wurde im Jahre 2010 verfasst.
Obwohl die technologischen Möglichkeiten sich in dieser Zeit verändert haben, sind gewisse Grundansätze ausserordentlich interessant. Das Buch liest sich einfach und wirft nicht nur einen eingeschränkten Blick auf die Nutzung für Messen, sondern auch auf die Integration im Marketing-Mix.

Zum Abschluss
Freue ich mich über interessante Ideen und Anregungen zu diesem Thema.
Vielleicht hat der ein, oder andere bereits gute, erste Erfahrungen sammeln können.

Ich wünsche allen Lesern eine erholsame Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Gabor Koppanyi
Marketing Manager

Sonntag, 28. Oktober 2012

AUMA Studie: Messewirtschaft 2020



Liebe Kollegen

Eine etwas ältere, aber dennoch hochinteressante Studie der AUMA (Ausstellungs- und Messeausschuss der deutschen Wirtschaft) zur Lage der Messewirtschaft im Jahr 2020.

Die Studie ist sehr umfassend und analysiert den Einfluss der unterschiedlichsten Faktoren auf die Messewirtschaft.

Nach wiederholtem Lesen bin ich immer noch fasziniert von der Tiefe der Studie und deren Erkenntnissen.

Es werden drei mögliche Zukunftsszenarien vorgestellt:
-          Messe Szenario A:     persönlich – kontinental – profiliert
-          Messe Szenario B:      vernetzt – fragmentiert – erlebnisreich
-          Messe Szenario C:      virtuell – bedürfnisgerecht – jederzeit

Den Link findet Ihr unter:


Viel Spass beim Lesen!

Gabor Koppanyi
Marketing Manager